Rezension zu "Paper Princess" von Erin Watt

Bibliografische Daten

Titel: Paper Princess

Autor: Erin Watt

Reihe: Paper Reihe 1

Sprache: Deutsch

Verlag: Piper

ISBN: 9783492060714
Genre: New Adult, Erotik, Missbrauch 16+



Rezension

Inhalt

Armes Waisen Mädchen, dass sich als Stripperin ihr Brot verdient, wird plötzlich von superreichen Typen „adoptiert“. Sie bekommt 10‘000$ Pro Monat, wenn sie bei ihm und seinen 5 super heissen Söhnen wohnt. Wieso? Der Papa hat ihren Papa gekannt. Macht Sinn! Aber die neuen Brüder sind allesamt richtige Scheisskerle. Schon noch doof, dass Ella trotzdem harte Nippel bekommt, wen sie den einen nur schon ansieht. Auch wenn er sie in dem Moment gerade als Nutte bezeichnet. Genau so muss das doch sein! Oberromantisch! Wie im Märchen!... NICHT!

 

Persönliche Meinung

Spoiler in der folgenden Rezi!

 

Immer hört man nur gutes von der Reihe. Als dann eine Freundin meinte, die Reihe verherrlicht Vergewaltigung, wurde ich hellhörig. Bitte was?

Neugierde erwacht, Buch ausgeliehen und gelesen. An einem Abend. Mehr Zeit wollte ich dem Buch auch nicht geben.

 

«Unglaublich, aber wahr: zwischen meinen Beinen beginnt es doch tatsächlich verdächtig zu pochen.»

 

Erstens

Der Schreibstil: Selten so ein schlecht geschriebenes Buch gelesen. Die Sätze waren komisch, die Erzählweise zum Teil abgehackt, die Wortwahl vulgär. Es lies sich aber dennoch schnell lesen.

 

«“Das hier sind zehntausend Dollar. Jeden Monat, den du bei mir bleibst, bekommst du ein neues Bündel – mit derselben Summe. Wenn du bis zu Highschool-Abschluss bei mir bleibst, bekommst du noch mal zweihunderttausend als Bonus.“

„Und wo ist der Hacken?“»

 

Zweitens

Der Plot/ Die Idee: LOL? Nein sorry, das war ja wie ein schlechter Porno. Gossen Mädchen wird von reichem Typen aufgenommen und bekommt Geld, wen sie bei ihm lebt und der hat zufällig noch 5 Söhne, einer heisser als der Andere, aber alles totale Arschlöcher…. Als ich die ersten paar Kapitel gelesen habe, war ich schockiert. Von der Banalität, von der schier unbegreiflichen Unlogigkeit des Plotes. Wer gibt ein Okay für so einen Müll? Dieser Teil hat mich fast noch mehr genervt als-

 

«Schon sauge und lecke ich wieder an ihm, als wäre dies ein heisser Sommertag und seine Eichel eine erfrischende Kugel Eis.

“Oh Gott.“ Er presst seine Hände auf meinen Kopf. „Lutsch dran. Verdammt. Blas mir einen, Baby, du weisst schliesslich, wie man das macht“»

 

Drittens

Der Inhalt: ……was habe ich hier gelesen? Misshandlung, Gewalt, Sex (Oralverkehr und Petting), vulgäre Sprache, Frauenfeindlichkeit... dieses Buch vermittelt einen total falschen und sehr schlechten Eindruck von Männern und Frauen und wie sie miteinander umgehen. Die Szene wo Ella von dem Typen unter Drogen gesetzt wurde und dann nur noch knapp von Reed von einer Vergewaltigung gerettet werden kann? Aber da sie dann so Geil auf ihn ist, muss er ihr halt Abhilfe verschaffen? Ja klar… total klar! Meega romantisch... NICHT! Wo genau ist das nun besser als wenns der Erste Typ getan hätte? Klar sagt Ella, es ist was anders, sie wollte das ja… unter Einfluss der Drogen. Wie... Kann man sowas gutheissen?! Es ging einfach durchgehend nur um Macht und Sex und wer mit wem. Auch Ellas Rache an dem Typen war einfach nur unreif und ich als Verleger hätte das niemals so veröffentlicht. Klar ist der Typ ein mieses Schwein und was er getan hat absolut nicht okay. Aber was Ella und ihre Mädels dann tun ist keinen Deut besser!!!!!!!!!!!!!!

 

«“Callum hat mich gerettet, genau wie dich, weisst du?“

„Hast du etwa auch gestrippt?“, platz es aus mir heraus.

Brooks Augen weiten sich, und sie lacht einmal laut auf, ehe sie sich die Hand vor den Mund schlägt. „Hast du das etwa gemacht?!“»

 

Viertens

Die Charaktere: Man oh man war diese Ella dumm! Und Naiv! Und Notgeil! Obwohl sie eine superheisse Stripperin ist, ist sie die Unschuld vom Lande. So jungfräulich. Wie sie sich in so ein Arsch wie Reed verlieben konnte bleibt mir unerklärlich. Der war nämlich einfach nur ein Arsch. Punkt. Sein Bruder Easton fand ich fast noch schlimmer. Ständiges in den Schritt greifen, abschätzend über Frauen reden... aber dann mit Ella rummachen und auf einmal der beste Freund und super fürsorgliche Bruder zu sein, der halt nur so scheisse ist, weil er ganz schlimme Dinge erlebt hat? Ne, ne, nicht mit mir. Aber auch die Twins die die gleiche Freundin teilen. WTF?! Ich bin überhaupt nicht feministisch, aber dieses Buch- unterirdisch schlecht. Ich frage mich wirklich, was das für Menschen sind, die diesen Roman erotisch und heiss finden? Lassen sich diese Frauen gerne von den Männern wie ein Stück Fleisch behandeln?

 

Ach ja und der liebe gute alte Papa. Der war zwar meistens irgendwie nett, andererseits aber total blind und ebenfalls ein bisschen ein Scheisstyp. Aber dem kauft man es zumindest ab, dass er nur gutes will.

 

Das Buch war schlecht, aber es hat mich einen Abend lang unterhalten. Ich weiss nicht, was das nun über mich aussagt? Dann wiederum: Thriller sind ja auch brutal und man ist trotzdem gefesselt?... Hat das hier etwa den gleichen Effekt gehabt? Ich war sogar tatsächlich gewollt, die weiteren Teile zu lesen. Gott sei Dank gabs auf Goodreads einige Spoilerhafte Rezensionen, sodass ich mir das ersparen kann.

 

Fazit: Empfehle ich niemandem!


Bücher 1,5/5


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Kommentare: 1
  • #1

    Tinker (Mittwoch, 13 Juni 2018 19:22)

    Ach Geri,

    also ich bin dir sehr Dankbar dass du dieses Buch gelesen hast. Sonst wäre mir diese herrliche Rezension verwehrt geblieben! 5 Sterne dafür. Also hat es sich doch eigentlich trotzdem gelohnt! „Hihi“

    Liebst, Tinker