Rezension "Der Rat der Neun" von Veronica Roth

Bibliograische Daten

Titel: Der Rat der Neun - Gezeichnet

Autor: Veronica Roth

Reihe: Rat der Neun 1

Sprache: Deutsch

Verlag: CBT

ISBN: 9783570164983
Genre: Science Fiction

 

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Rezension

Vielen lieben Dank an Heike für das Leseexemplar!!!! *__*

 

Zum Inhalt

In einer fernen Galaxie herrscht der Rat der Neun über die Schicksale der Menschen. Mit dem Erwachsenwerden erlangt jeder Mensch seine persönliche Fähigkeit, die ihm ermöglicht sein Schicksal zu erfüllen und so dem grossen Ganzen zu dienen.

 

Akos gehört zu einem friedliebenden Volk, während Cyra einem tyrannischen Volk angehört. Ihr Bruder will den Planeten ganz für sich beanspruchen und so entführt er Akos und dessen Bruder, der ein zukünftiges Orakel werden soll.  Doch das Schicksal will es ganz anders, denn nur Akos Gabe, kann Cyras Gabe, den Schmerz, unterdrücken und so kommen sich die Beiden unweigerlich immer näher.

 

Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Rebellen!

 

Zum Cover

WOOW! Ich bin ja so happy, dass die englische Version übernommen wurde. Den Titel hätten sie allerdings auch lassen können, fand den nicht nur cooler, sondern irgendwie auch passender. (Carve the Mark) Ich finde es total toll gemacht, mit diesen Rissen im Felsen, wo diese schöne goldene Flüssigkeit ausläuft. Den Kontrast von dem dunklen blau und dem Gold... super!

 

Zum Schreibstil

Ich habe ja die Bestimmung als Super in Erinnerung, weshalb ich hier tolles erwartet habe... bekam ich aber nicht… nicht unbedingt. Am Anfang hatte ich recht Mühe mit Akos, da dieser sich recht kindlich verhält. Stellte sich dann heraus, der Arme ist ja auch erst 14. Okay. Nachdem dann beide 16 sind, wird es besser. Dann verhalten sie sich aber wie 55.. huch!

Davon abgesehen, kommt man gut und schnell voran. Wir haben Kapitel aus der Ich Perspektive von Cyra und wir haben Kapitel aus der Sicht von Akos, die aber in der dritten Person sind. So erkennt man recht schnell, aus welcher Sicht gerade erzählt wird und ich fand diesen Wechsel interessant.. aber seltsam.

Der Schreibstil selber war auch ganz okay, aber nicht sooo toll, wie ich das irgendwie in Erinnerung hatte.

 

Persönliche Meinung

Meine Erwartungen waren ganz klar zu hoch. Ich habe mich riiiesig auf dieses Buch gefreut.. vielleicht etwas zu sehr.. aber Leute: SCIENCE FICTION!! Mit einer Liebesgeschichte!! Von Veronica Roth! Ich meine.. das MUSS ja gut sein.. war es auch.. irgendwie.

Leider fehlte mir der rote Faden oder eher der Sinn der ganzen Geschichte.. nicht, dass ich schlecht fand, was ich las, aber mir fehlte da der Sinn…. Akos ist ein  und der Einzige der Cyras Schmerz dämmen kann, also sind sie dauernd zusammen.. und dann.. ja dann trainieren sie ein bisschen, lernen sich besser kennen, erleben den Alltag.. blablabla…

 

Cyra allerdings ist eine echt coole, taffe und starke frau, die ich sehr gerne bekam. Durch ihre Gabe, Schmerz zu spüren und weiterleiten zu können, wächst sie isoliert auf und wird als Folterin von ihrem Bruder gehalten. Und trotzdem ist sie ungebändigt und stark und wird noch viel stärker, im Verlauf der Geschichte! Sie weiss was sie will und setzt sich für das Richtige ein!

Akos ist hier eher der ruhigere, weichere Part und so ergänzen sich die beiden sehr gut. Allerdings kann ich verstehen, dass Leser, die lieber einen Bad Boy haben, etwas gelangweilt sind..

 

Aber kommen wir nun zu dem Teil der im Internet für Aufsehen gesorgt hat…. Der Rassismus im Buch!

Vorneweg: ich wusste, viele Vorableser waren erzürnt über das Buch, ich wusste aber nicht genau warum. Nachdem ich das Buch beendet hatte und gut fand, hat meine Freundin Franci mich gefragt wie es mit dem Rassismus aussah.. Ehm haaalt stopp? Rassismus? Haben wir dasselbe Buch gelesen?

Ich bin Rezensionen auf goodreads lesen gegangen und tatsächlich... ein Shitstorm, weil angeblich einige Personen im Buch dunkelhäutig sind und die die «Arschkarte» gezogen haben… Bitte was?

Ich gebe zu, wahrscheinlich habe ich die Hautfarben der Personen überlesen, oder goldbraun wurde bei mir nicht als dunkelhäutig deklariert. Aber das Ganze gleich Rassismus zu nenne? MASLOS übertrieben und total daneben!! Wie wenn sich Frau Roth mit Absicht hingesetzt hat und dachte: so diesen dummen Charakter, den mache ich nun dunkelhäutig.. nein wirklich… solche Sachen regen mich auf! Das gleiche Thema hatten wir schon bei der Half Bad Reihe und auch da könnte ich den Leuten links und rechts eine scheuern..

 

Over and Out

 

Fazit: Tolle Charaktere aber die Geschichte kommt nicht so in Fahrt.




Bücher 3,5/5


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Kommentare: 1
  • #1

    Casus Angelus (Samstag, 15 Juli 2017 15:08)

    Hey,
    ich bin grad in einer anderen Rezi darauf gestoßen, dass der Autorin wegen dem Buch wohl Rassismus vorgeworfen wurde und bin beim googlen nach Einzelheiten auf deine Rezi gestoßen. Ich hab von den ganzen Vorwürfen ehrlich gesagt gar nichts mitgegeben und hätte dem Buch auch definitiv keinen Rassismus vorgeworfen. Ich kann dir da nur zustimen, wenn die einzige Begründung war, dass da ein paar arschige Leute dunkelhäutig waren (ich weiß ehrlich gesagt nicht wer, da ich meist eh meine eigene Vorstellung von den Leuten hab und die Beschreibungen dann nicht richtig wahrnehme), dann ist das mehr als bescheuert. Die Leute sollten sich dann doch bitte erstmal informieren, was Rassismus wirklich ist...
    Auf jedenfall super Rezi :)
    LG Steffi